Śri Tathāta0
0
00
dharma sūtras

Die dharma sūtras sind ein System aus 50 Versen oder Aphorismen und beschreiben die Transformation des Individuums.

Sie wurden am 21. Januar 1991 von Śrī Tathāta in Sarnath empfangen und verkündet, an dem Ort, an dem Buddha vor 2.500 Jahren seinen fünf Jüngern den dharma zum ersten mal darlegte.

Der dharma ist ewig ein und derselbe, er muß jedoch für jedes Zeitalter neu formuliert werden:

"Die dharma sūtras sind ein System zur praktischen Anwendung. Sie analysieren den Sinn des menschlichen Daseins, das höchste Ziel, das der Mensch verwirklichen soll und den Weg zu seiner Erfüllung. Diese drei Aspekte werden in knapper und präziser Form dargelegt."

"Die dharma sūtras wurden übermittelt, um den Weg durch das momentane Übergangsstadium der Evolution aufzuzeigen. Sie stellen eine Methode dar, um die Menschheit von ihrem gegenwärtigen weltlichen Dasein zu einem göttlichen Leben zu führen, was auf der individuellen Ebene beginnt und sich auf die universelle Ebene ausbreitet." 

"Die dharma sūtras sind kein religiöser Text: Sie sind ein praktischer Leitfaden für das Leben. Sie stehen nicht im Widerspruch zu irgendeinem der Systeme, die sich bisher entwickelt haben. Sie sind eine Antwort auf die Frage, was als nächstes angewendet werden muss."

(Auszüge aus dem Buch dharmayanam von Śrī Tathāta)

 

Die dharma sūtras sind in sanskrit verfasst und ähneln in ihrer Erscheinungsform den yoga sūtras von Patañjali. Sie sind ebenso kurz und prägnant gehalten und bedürfen der Erklärung bzw. Auslegung. Śrī Tathāta hat einen Kommentar gegeben zu den ersten 28 Sūtras, der bereits auf französisch und italienisch erschienen ist. Eine englische Ausgabe ist in Arbeit, ebenso eine deutsche, die möglichst bald erscheinen soll.

 

 

 

dharma sūtras

 

Prolog

 

Geliebte Kinder der Unsterblichkeit,

 

aus dem unendlichen Licht kamen Strahlen hervor, die zu unbewegter Materie wurden, dann zu Leben, dann zu Geist. Ihr seid göttliche Blumen, die aus diesem Prozess hervorgegangen sind, auf der Suche nach Vollkommenheit. Im Lauf der Zeit habt ihr dies vergessen, was zu Widersprüchen und Fehlern führte aufgrund von Unbewusstheit.

O göttliche Kinder! Unfähig, euren wahren inneren Durst zu erkennen, habt ihr viele Leben in Leid durchwandert. Eure wahre Suche gilt dem Dharma! Möge euer innerer Durst nun gestillt werden! Möge aller Makel beseitigt werden!

Nutzt die Kraft eurer Absicht, damit diese Welt über alle Grenzen und Einschränkungen hinaus göttlich werde; auf dass sie wachse in Bewusstsein und Vielfalt, zum Wohl aller! Folgt dem Weg des Dharma! Möge alles, was niedergegangen ist, wiederhergestellt werden! Möge göttlicher Dharma in allen Welten erblühen und ein neues Zeitalter beginnen. Der höchste Dharma wird euch nun offenbart, um dieses Ziel zu erfüllen. Hört mit großer Aufmerksamkeit und Hingabe!

 

 

1. atha dharmānuśāsanam ||
Jetzt [folgt] die Einführung in den Dharma.

2. sṛṣṭiṣu śreṣṭho mānavaḥ ||
Von allen Geschöpfen ist der Mensch das Erhabenste.

3. pūrṇasya divyatvasyārhataiva tasya śreṣṭhatā ||
Die Erhabenheit des Menschen liegt in seinem Potential, göttliche Vollkommenheit zu erlangen.

4. divyam pūrṇatvameva prakṛter lakṣyam ||
Das Ziel der Natur ist göttliche Vollkommenheit.

5. prakṛti lakṣya bodha pūrvakaṃ jīvitavyaṃ mānavena ||
Der Mensch sollte im Bewusstsein des Zieles der Natur leben.

6. tribhir dharmaiḥ pūrṇatā prāpyāḥ ||
Göttliche Vollkommenheit wird durch das Befolgen von drei Dharmas erreicht.

7. antarātma tṛṣnā jñāna pūrvakaṃ jīvitaṃ prathamo dharmaḥ ||

Der erste Dharma ist, die brennende Sehnsucht in der Tiefe unserer Seele zu erkennen und entsprechend zu leben.

8. lakṣya prāptaye śarīraprāṇamanassaṃ-śodhanaṃ dvitīyo dharmaḥ ||
Der zweite Dharma besteht darin, den Körper, prāṇa (Lebensenergie) und Geist zu reinigen, um das Ziel zu erreichen.

9. bodhamahimnā svecchayā ātma-prakāśasya maṇḍalatraya vyāpanaṃ tṛtīyo dharmaḥ ||
Der dritte Dharma besteht darin, einmal im höheren Bewusstsein verankert, das Licht der Seele durch Einsatz von Willenskraft in die drei Körper (physischer Körper, prāṇa, Geist) auszustrahlen.

10. samaṣṭirūpāyāḥ sattāyāḥ tadudita śarīraprāṇamanasāṃ ca madhye sthitvā trayaste dharmāḥ anuṣṭheyāḥ ||
Diesen drei Dharmas sollte man folgen, während man sich im Gleichgewicht zwischen der Essenz der Ganzheit und ihrer Ausstrahlung als Körper, prāṇa und Geist befindet.

11. madhyamāṃ vṛttimavalambya jīvite yogavaivarta siddhiḥ [aiśvarayoga siddhiḥ] ||
Das vollkommene Verständnis von yoga vaivarta (Einheit mit der göttlichen Manifestation) oder aiśvara yoga (Vereinigung mit dem Herrn) wird durch ein Leben gemäß des Mittleren Weges erlangt.

12. tasya pūrvokhaṇḍaḥ saṃskaraṇaṃ samutthāpanaṃ samāharaṇaṃ ca ||
Seine erste Stufe besteht aus Reinigen, Aktivieren und Vereinigen.

13. viśvāsa vivecana śraddhotsāha tyāga maitri vairāgya titikṣodāsinatā nati guru kālāḥ apekṣitāḥ purva khaṇḍe ||
Folgende Eigenschaften werden auf der ersten Stufe benötigt: Glaube, Unterscheidungsvermögen, Aufmerksamkeit, Enthusiasmus, Opferbereitschaft, Freundlichkeit, Nicht-Anhaften, Ausdauer, Zeugenbewusstsein, eine Haltung der Hingabe, höhere Führung und Unterstützung durch die Zeit.

14. samārohaṇaṃ samarpaṇaṃ ca madhyamakhaṇḍaḥ ||
Die zweite Stufe besteht darin, aufzusteigen und sich hinzugeben.

15. saṃprasāraṇaṃ saṃsiddhi samāsvādanaṃ cottarakhaṇḍaḥ ||
Die dritte Stufe besteht im Ausstrahlen [des Lichts], in ganzheitlicher Erfüllung und höchster göttlicher Glückseligkeit.

16. janmasaṃskārādi vaikalya pariharaṇaṃ saṃskaraṇam ||
Die Reinigung besteht im Auflösen der eigenen saṃskaras (angeborene Neigungen und Schwächen des Geistes).

17. śarīrādhiṣṭhitasya saṃskāraṇasya nirodha viparīta samyama sam̄ikaraṇāni catvāryaṅgāni ||
Reinigung bezieht sich auf den Körper und besteht aus vier Schritten: nirodha (Zurückhalten); viparīta (nach innen wenden); samyama (Versenkung); samīkaranāni (innere Ausgeglichenheit).
1

18. ūrdhva prāṇenāntargata śakti-prabodhanaṃ samutthāpanam ||
Aktivieren bedeutet Erwecken der inneren Energie durch ūrdhva prāṇa (aufsteigendes prāṇa).

19. prānādhārasya samutthāpanasya cālana sthiti bandhātmakāni triṇyaṅgāni ||
Aktivierung geschieht durch prāṇa und hat drei Stufen: Bewegung, Beobachtung und Verschluss [des Atems]
2.

20. bahirmukhīnāṃ bodhaśaktīnāṃ sambharaṇena śarīra prāṇa manasāmekīkaraṇam samāharaṇam ||
Vereinigung bedeutet das Harmonisieren von Körper, prāṇa und Geist durch Zurückhalten der Bewusstseinskraft, die normalerweise nach außen strömt.

21. icchā śaktimavalambya nirmārjana dhāraṇā sambharaṇāni trīṇyaṅgāni samāharaṇasya ||
Vereinigung beruht auf Willenskraft und hat drei Aspekte: Auflösung, Konzentration und Bewahren [der Energie].

22. divya prāṇa dvārā mahābodha samārohaṇaṃ, samārohaṇam ||
Der Aufstieg besteht darin, durch göttliches prāṇa zum unendlichen Bewusstsein aufzusteigen.

23. taccāntarbodhāvatīrṇa śaktimavalambate ||
Der Aufstieg wird durch das Herabkommen der göttlichen Energie ins individuelle innere Bewusstsein ermöglicht.

24. sūkṣma bodhāvatīrṇa divyecchāyāṃ svecchā śakti saṃyojanaṃ samarpaṇam ||
Hingabe ist die vollständige Vereinigung des individuellen Willens mit dem göttlichen Willen, der ins subtile Bewusstsein herabkommt.

25. mahābodha gatasyātma prakāśasya
svecchāvaśādadhomaṇḍala saṃkramaṇaṃ saṃprasāraṇam ||
Ausstrahlen bedeutet das Verbreiten des Höchsten Lichts vom unendlichen Bewusstsein in die drei niederen Ebenen (Körper, prāṇa und Geist) durch Willenskraft.

26. ātmaprakāśa prasāraṇena śarīra prāṇa manasāṃ divyatva prāptiḥ saṃsiddhiḥ ||
Ganzheitliche Erfüllung ist die Vergöttlichung von Körper, prāṇa und Geist, indem sich das Höchste Licht in diesen ausbreitet.

27. divyairupādhibhiḥ saptasu maṇḍaleṣu prapañcalīlā darśanenāhlādanaṃ samāsvādanam ||
Die höchste Glückseligkeit ist Freude am göttlichen Spiel in den sieben Ebenen durch göttlich gewordene Körper (physisch, energetisch und geistig).

28. sarveṣām jīvānāṃ kramasamārohaṇena divyāvasthā prāptiḥ prakṛteḥ paramaṃ lakṣyam ||
Das letzte Ziel der Natur ist das Erreichen des göttlichen Zustands aller Wesen durch fortschreitend aufsteigende Evolution.

29. manuṣyamanaso buddhiparịnāmau lokagatau pratiphalataḥ dharmānuṣṭhānaṃ tau samyojayati ||
Der Fortschritt der Welt hängt von der Entwicklung des menschlichen Geistes und der Evolution des Bewusstseins ab. Durch das Einhalten des Dharma wird beides erreicht.

30. śiśūnāmantardāhasya kāmatva prāpte pūrvameva ātma prakāśa vikasanaṃ brahmacarya lakṣyam ||
Das Ziel von brahmacarya
3 ist, das Licht des Bewusstseins zu entwickeln, bevor sich die innere Sehnsucht des Kindes in sinnliche Begierden verwandelt.

31. prapañcamātmānaṃ jīvitaṃ cādhikṛtya dīrghavīkṣaṇaṃ lakṣyabodhānca brahmacaryeṇa saṃpādayet ||
Ein klares Verständnis von der Bestimmung der Welt, der Seele und des Lebens sollte sich im Lauf von brahmacarya ausformen.

32. varṇāśramāntarāṇāṃ dharmāntarāṇāṃ svīkaraṇena ānuṣṭhānepi vijñānaṃ vaidagdhyaṃ ca brahmacaryeṇārjayet ||
Das notwendige Verständnis und die Fähigkeit, varṇāśrama dharma und alle anderen Dharmas zu empfangen und zu praktizieren, sollten während brahmacarya erworben werden.

33. bodha cālana viyogena jīvatvam prāpya samudgacchanmānavo gṛhastha dharmaiḥ pakvatāṃ prāpnoti ||

Als sich die Einheit in universelles Bewusstsein und kosmische Energie teilte,, wurden individuelle Seelen geboren. Während des gṛhastha dharma4 reift die Seele durch einen Prozess bewussten Aufsteigens heran.

34. jīvapariṇāma gatāni vaikalyāni ṛṇānubandhāṃśca gṛhasthadharmaiḥ pariharet ||
Alle im Lauf der Evolution erworbenen Mängel und [karmische] Schulden sind durch das Einhalten des gṛhastha dharma zu korrigieren und zu bereinigen.

35. gṛhasthadharmasya prathamo bhāgaḥ divyasaṃtāna lābhena pūrṇatām yāti ||
Der erste Teil von gṛhastha dharma wird erfüllt, indem man göttlichen Kindern das Leben schenkt.

36. bodhasya śakteśca sākṣātkāro gṛhasthadharmasya uttara bhāgaḥ ||
Der zweite Teil von gṛhastha dharma besteht in der Verwirklichung kosmischen Bewusstseins und universeller Energie.

37. divyatva prāptyā saptamaṇḍala vyāparaṇena ca prapañca līlā nimajjanameva pūrṇatā ||
Vollkommenheit bedeutet, nachdem man Göttlichkeit erlangt hat, in der Lage zu sein, selbst in das kosmische Spiel einzutauchen und sich frei durch die sieben Ebenen des Bewusstseins zu bewegen.

38. naiṣṭhika brahmacarya dvārā saṃpādyamānāntaro bāhyaśca sākṣātkārastasya mārgaḥ ||
Der Weg zum Erreichen der Vollkommenheit besteht in der äußeren und inneren Erfüllung, die durch naiṣṭhika brahmacarya
5 erreicht wird.

39. divyecchā pravāheṇa prapañca nīteḥ samatulanaṃ sādhayituṃ naiṣṭhika brahmacāribhireṣitavyam || Naiṣṭhika brahmacārin6 sollten ihre Willenskraft gebrauchen, um Harmonie in die Ordnung der Welt zu bringen, indem sie einen Strom des göttlichen Willens herabrufen.

40. icchāphalatvena prapañca mahābodho divyopādhi dvārā prādurbhūya satyatāṃn nayati ||
Dann manifestiert sich das Kosmische Bewusstsein durch göttliche Werkzeuge und lässt deren Absichten wahr werden.

41. āntaraṃ samāsvādanaṃ jīva rāśināmabhyudayārthaṃ vātsalya pūrvakaṃ yajñanuṣṭhanam ca naisṭḥika dharmaḥ ||
Naiṣṭhika brahmacārin sind von innen heraus in glückseliger Freude gegründet und widmen sich aus Mitgefühl und selbstloser Hingabe der Unterstützung aller Lebewesen.

42. samūhika caryāsūdāsinatayā tapasi nilīyate iti vānaprastham ||
Der Dharma des vānaprastha
7 besteht darin, weltlichen Angelegenheiten gegenüber gleichgültig zu werden und sich für tapas8 zurückzuziehen.

43. vyakti jīvita parityāga pūrvakaṃ viśāla samūha jīvita dvārā loka maṅgalāya prayatanaṃ saṃnyāsaḥ ||
Der Dharma des saṃnyāsa
9 besteht darin, für das Wohl der Welt zu streben, nachdem man das individuelle Leben zugunsten eines höheren aufgegeben hat.

44. jīvita niṣṭhayā viśvatomukhaḥ vyakti śakti vikasanaṃ saṃnyāsaḥ ||
Saṃnyāsa bedeutet, die eigene individuelle Energie auf die universelle Ebene auszudehnen und dabei fest im Leben verwurzelt zu bleiben.

45. lokasya poṣaṇāya prapañcagati samatulanāya ca anustheyāh yajñāḥ ||
Für das Wohlergehen der Welt und um ihre Entwicklung zu harmonisieren sollen yajñas
10 ausgeführt werden.

46. tapasyā yajñasya saṃyuktau bāhyamaṇḍalāni
sūkṣmamaṇḍalāni ca tālātmakatayā puro nayataḥ ||
Die Kombination von tapas und yajñas bewirkt einen harmonischen Fortschritt auf den physischen und feinstofflichen Ebenen.

47. brahmacārī gṛhasthaḥ samnyasi naiṣṭhika brahmacārī ca saṃbhūya divyatvam sākṣātkṛtya divyecchayā yadā saṃparkaṃ prāpnuvanti tadā loka jīvitaṃ divyaṃ saṃpadyate ||
Wenn der brahmacārin, gṛhastha, saṃnyasa und naiṣṭhika brahmacārī zusammenkommen, Verwirklichung erlangen, und sich mit dem göttlichen Willen verbinden, wird das gesellschaftliche Leben göttlich werden.

48. divyānsamudāyānavalambya yadā divyāni rāṣṭrāṇi samutpadyante tadā bhūmaṇḍalaṃ divya loko bhavati ||
Wenn göttliche Nationen
11 auf Grundlage göttlicher Gesellschaften (Kulturen) geboren worden sind, wird diese Erde göttlich werden.

49. viśāla divya kācana bodha śaktiḥ tadarthaṃ sarveṣu samudeti | śraddhayā taṃ poṣayantu | āśrayantu | tadeva khalu sarveṣāmadyatano dharmaḥ ||
Damit all dies geschehen kann, keimt eine höhere Bewusstseinskraft in jedem Wesen. Nährt diese Kraft mit Hingabe und Sorgfalt und vertraut auf sie. Dies ist der Dharma der heutigen Zeit für alle.

50. imaṃ dharmaṃ carata | sakala lokeṣu punaravirbhavamiccata | samgacchata | saṃghībhūya pravartatām | sarvaṃ purnaṃ bhavatu | svastyastu ||
Möget ihr diesen Dharma einhalten! Möget ihr eure Willenskraft für die Erneuerung aller Welten einsetzen! Möget ihr als saṃghas
12 zusammenarbeiten! Möge alles Vollkommenheit erreichen!


1 Dieses sūtra bezieht sich auf Hatha Yoga Techniken

2 Dieses sūtra bezieht sich auf prāṇāyāma (Atemtechniken).

3 brahmacarya ist den Veden zufolge das erste der vier varṇāśrama (menschliche Altersstufen). Es bezieht sich auf Kindheit und Jugend.

4 gṛhastha oder Haushälter ist den Veden zufolge das zweite Lebensstadium des Menschen. Es bezieht sich auf die Zeit des Ehe- und Familienlebens.

5 naiṣṭhika brahmacarya bedeutet, im Anschluss an brahmacarya in das Stadium von saṃnyāsa überzugehen, ohne das Ehe- und Familienleben zu erfahren.

6 naiṣṭhika brahmacārin sind diejenigen, die naiṣṭhika brahmacarya leben.

7 vānaprastha: den Veden zufolge das dritte Lebensstadium des Menschen. Nachdem die Eltern ihre Kinder aufgezogen haben, ziehen sie sich vom weltlichen Leben zurück, um sich auf die innere Entwicklung zu konzentrieren.

8 tapas (Singular: tapasya): spirituelle Disziplin, Entsagung, Askese

9 saṃnyāsa oder sannyāsa: den Veden zufolge das vierte Lebensstadium des Menschen

10 yajña: Opferritual an das Göttliche in Form eines heiligen Feuers

11 In Indien ist das Konzept der Nation weiter gefasst als das der Gesellschaft: es gibt dort mehrere Bundesstaaten mit jeweils eigener Kultur und Sprache, d.h. es gibt es mehrere Gesellschaften innerhalb der Nation.

12 saṃgha oder saṇgha: spirituelle Gruppe oder Gemeinschaft



Verein Tathata Vrindham    info@sritathata.de